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Bewusstheit und Bewegung

Blog EntryOct 3, '08 5:31 PM
for everyone
(See below in this blog for the English translation)

Die Idee, das Gehen oder Laufen zu einer Meditationstechnik zu entwickeln, stammt nicht von Vimal Prarthi. Bereits vor mehr als 20 Jahren wurde Awareness-Walk im Umfeld des spirituellen Meisters Osho praktiziert.
In den vergangenen Jahren wurde diese Technik von Vimal Prarthi weiter „entwickelt".

Jede Meditationstechnik zielt darauf ab, Wahrnehmung von der beurteilenden und selektierenden Wirkung des Intellektes zu befreien. Eine meditative Erfahrung kann am treffendsten damit beschrieben werden, dass der Meditierende zur klaren und nicht fokussierenden Wahrnehmung selbst wird. Der Meditierende selbst rückt dabei aus dem inneren Blickfeld. Das mag als Indiz dafür gelten, dass ein gewohntes Erlebnis als Individuum nur eine mögliche Sichtweise ist. Die Sichtweise des Meditativen ist nicht identifizierend, nicht beurteilend.

Awareness-Walk kann sowohl beim Gehen geübt werden, als auch beim Laufen - also beim Joggen. Während Gehen beruhigender ist und sich vor allem abends vor dem Schlafengehen anbietet, ist Laufen dynamischer und mehr als das Gehen körperbezogen, es lässt die Funktion des Kreislaufes und der Atmung mehr in den Vordergrund treten.

Beide Varianten sind im Ablauf aber prinzipiell gleich.

Das besondere Merkmal der Technik ist die Förderung des Körperbewusstseins und damit verbindend das sehr intensive Erleben der Umgebung.

Awareness-Walk beginnt mit der Wahl eines geeigneten Ortes. Am besten geeignet sind Wald- und Feldwege ohne asphaltierten Untergrund. Ganz besonders schön ist es, Awareness-Walk barfuss zu erleben!

Zum Beginn des eigentlichen Gehens oder Laufens gehört das innere Loslassen. Du machst dir bewusst, dass du jetzt nur hier bist, um zu Gehen. Gedanken lässt du auftauchen, aber du hältst nicht daran fest. Du lässt sie los. Du lässt sie passieren, wie Fußgänger, die dir begegnen.

Im Gehen richtet man seine Aufmerksamkeit auf die Bewegung seines Körpers. Nur die Muskeln sollen aktiv sein, die für das Gehen notwendig sind.

Oft sind es das Gesicht und der Rücken, deren Muskeln unnötigerweise angespannt sind. Mit zunehmend wohltuender Lockerung kann es geschehen, dass die Arme beim Gehen mehr schwingen, als sie es in gewohnter Weise tun. Lasse deinem Körper absolute Bewegungsfreiheit. Es ist eine Folge des Loslassens als innerer und äußerer Entspannung.

Nach dieser ersten Phase des Entspannens mache dir bewusst, dass die Erde, auf der du gehst, deine wahre Mutter ist. Deine leibliche Mutter ist das Tor, durch das du gekommen bist. Mit Mutter Erde bist du dein ganzes, menschliches Leben lang eng verbunden. Halte Schritt für Schritt Kontakt zu ihr. Sie nährt dich, hält deinen Körper am Leben. Was du auch zu dir nimmst, es ist ein Geschenk von Mutter Erde. Im Grunde bestehst du, wie alle anderen Wesen dieser Welt, aus ihr selbst. Im Grunde unterscheidet dich fast nichts von allen anderen Wesen. Es sind nur die äußere Form, die physischen Funktionen, die intellektuellen Fähigkeiten.


Als Nächstes legst du in jeden deiner Schritte unendliches Mitgefühl. Jeder Kontakt deiner Füße mit Mutter Erde ist wie eine zärtliche Umarmung. Unser aller Urwunsch ist Glück und Nicht-Leid. Was du der Erde antust, tust du allen Wesen dieser Welt an – einschließlich dir selbst! Mitgefühl ist Mit-Fühlen, Sich-Einfühlen, Sich-Einstimmen, gepaart mit dem tiefen Wunsch für Glück und Nicht-Leid. Diese Sichtweise wird dich deine innige Verbundenheit mit der gesamten belebten Natur spüren lassen. Es kann passieren, dass du beginnst zu lächeln. Es ist der Beginn eines Glücksgefühls und es ist das Lächeln, das alle Wesen verstehen und erwidern. Besonders Blumen sind wahre Künstler ekstatischen Lächelns.

 

Achte während des Gehens darauf, den inneren Kontakt zur Erde zu erhalten. Dein Gehen wird sich im Laufe der Übung ganz sicher immer wieder verändern. Deine Schritte werden vielleicht sehr langsam werden. Sehr wahrscheinlich werden sie weicher und fließender. Deine Bewegungen können zu einem Tanz werden, der die ganze Umgebung mit einbezieht. Möglicherweise wird es dir ein wenig seltsam vorkommen, aber die Beurteilung kommt vom Kopf und sollte ebenso akzeptiert, wie unbeachtet bleiben.

Awareness-Walk kann sehr genussvoll sein. Mit etwas Übung kann siie eine der genussvollsten Meditationstechniken überhaupt werden.

Weitere Infos zum Thema Meditation im Alltag bei findyournose.com
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Vimal Prarthi's favourite meditation technique is meditative walking or jogging. He calls it "Awareness-Walk". Under this name he offers small workshops to become acquainted to this technique. It is not his own idea to make walking a meditation technique. Almost 20 yaers ago Awareness-Walk was practiced in the environment of spiritual master Osho.

During a time of several years Vimal Prarthi has developed Awareness-Walk according to his own demands.

Each meditation technique tends to free perception from selecting and
judgmental force of intellect. A meditative experience can described best in
the way that the meditator becomes perception itself. The Meditator itself
disappears from the inner view. This may be an indication for the fact that
experiencing oneself as an individual is only a possibility of perception.
The perspective of meditation is non-identifying and non-evaluating.

Awareness-Walk can come very close to your heart, because you can do it close to nature. When you love the trees, fresh air, fragrances, sounds and a free moving space, you will love Awareness-Walk.
Awareness-Walk can be exercised by slow walking as well as by jogging. While slow walking is more soothing and more suitable to do it in the evening
before you go to sleep, jogging is more dynamic and more body-related. It
makes the function of heart and breathing come to the fore. In the course of practice both alternatives are similar.

The characteristic trait of this technique is to advance the perception of
our body and connected with it the intensive perception of the environment.

Awareness-Walk starts with the choice of a suitable place. Best places are a
natural surrounding. It's wonderful to practise Awareness-Walk bare-footed!
Begin your walk with an inner letting go. Whatsoever comes up to your mind you can let it appear but you do not have to be engaged in it. Let thoughts pass like pedestrians that you come across.

Then start to direct your attantion to the movements of your body. Only that muscles should be active that are necessary for walking. Face and back are often tensed and they should become much more relaxed.

While you walk it can happen that your arms swing a little more. Leave free
moving space to your body.

After this first phase of relaxation  become aware that the earth you are
walking on is your real mother. Your biological mother is the door you came through into physical life. Your whole human life you are connected with mother earth.

Keep in contact to her step by step. She nourishes you, she keeps your body
alive. Whatsoever you eat or drink, it is a gift from her. Basically you consist of her.

Next  put much compassion into each step you do. Each contact of your feet with the ground is a caressing embracement with mother earth. Our ultimate wish is to be happy and full of bliss and it is our wish of non-suffering. What you do to the earth you do to all beings including yourself.
Compassion means appreciation, it means to be emphatising and to be open.
Maybe you start smiling when you walk. It is the smile that all beings can feel.
By the way, flowers are performers of an ecstatic and great smiling!

While you are walking the movements of the body become smoother and more flowing. They can become similar to a dance. Maybe it is a little confusing for your mind. But don't bother about it.
Awareness-Walk can be very joyful and pleasing. Maybe it can become the most pleasing meditation technique to you.

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